synchropress® Technologie

Die synchropress® Technologie

Kraft trifft Präzision

Das heißt: bei Geschwindigkeiten von 0,001 mm/sec bis >300 mm/sec Stößelbewegungen mit einer Präzision von wenigen Mikrometern realisieren.
Das bedeutet: vom allerersten vorsichtigen Ausprobieren bzw. Tuschieren bis hin zur hochdynamischen 3-Schicht-Produktion kann alles auf der synchropress® abgebildet werden.

Viel Technik bei minimalem Invest in die Infrastruktur

synchropress® benötigt kein spezielles Maschinenfundament oder sonstige bauliche Maßnahmen. Insbesondere die Maschinenhöhe ist für Pressenverhältnisse sehr gering, ein entscheidender Vorteil z.B. bei niedrigen Hallenhöhen.
Eine synchropress® wird in der Regel als komplette Presse an Ihren Standort gebracht.
Selbst bei Pressen im Bereich der Presskraft von 600to und mehr beträgt der Zeitaufwand vom Start des Einbringens bis zur vollständigen Inbetriebnahme wenige Tage.

Kippstabilität

Durch den Synchronlauf der Spindeln bis hin zur höchsten Belastung ist die Parallelität zwischen Tisch und Stößel immer gegeben. Dadurch können auch extrem außermittige Belastungen beherrscht werden. Beispielsweise kann bei einer synchropress  mit 4.000 kN Presskraft und einer lichten Weite von 3 Metern ein Kippmoment von bis zu 3.200 kNm abverlangt werden.

Joy-Stick-Betrieb

Die Bewegungen einer synchropress® lassen sich z. B. für das Einfahren eines Werkzeugs sehr feinfühlig mit dem Joy-Stick steuern. Der Bediener kann so die Geschwindigkeiten individuell für die aktuelle Situation anpassen.

Sensible Kraftüberwachung

synchropress® ist kraftüberwacht, d. h., die Kräfte der einzelnen Spindeln werden zu jedem Zeitpunkt des Pressenhubes erfasst und zur Kontrolle dargestellt. So können über den gesamten Hubweg Kraftgrenzen (Hüllkurven) zur Überwachung definiert werden. Durch die sehr kurzen Nachlaufwege im Störfall lassen sich Schäden an den Werkzeugen oft vermeiden.

Antriebsarten / Antriebskonzepte

- synchropress® 4M
- synchropress® 4M-50
- synchropress® 4M-10

Die synchropress® 4M xxx-10 ist konzipiert als reine Probierpresse. Sie ist an allen Seiten geöffnet, um eine bestmögliche Zugänglichkeit zum Innenraum zu gewährleisten. Aus Sicherheitsaspekten ist die maximale Geschwindigkeit auf 10 mm/sec begrenzt.
Die synchropress® 4M xxx-50 eignet sich als Probier- und Produktionspresse, bei der die Anforderungen an die maximale Geschwindigkeit nicht hoch sind. Daher ist hier die Geschwindigkeit auf 50 mm/sec begrenzt.
Die synchropress® 4M-xxx beherrscht von der Werkzeugausprobe bis hin zur Produktion mit hoher Hubfrequenz alles. Die maximalen Geschwindigkeiten liegen je nach Pressengröße von 200 mm/sec bis 300 mm/sec.

Presskräfte und Abmessungen

Die Presskräfte der synchropress®-Maschinen reichen von 100 kN bis zu 10.000 kN. Das System synchropress® lässt auch größere Presskräfte zu. Dabei sind die Abmessungen der Pressen vom Kunden frei wählbar. Durch das modulare Aufbauprinzip der synchropress® lassen sich z. B. sehr lange Pressentische darstellen, ohne hohe Mehrkosten.

Integration von Zusatzbewegungen

Bei komplexen Fertigungsteilen, bei denen neben dem Stanz- und Umformvorgang noch weitere Arbeitsgänge anfallen, können diese Arbeitsgänge mit in den Prozess eingebracht werden. Dies erfordert weitere Bearbeitungsstationen in der Presse und somit einen längeren Arbeitsraum. Bei synchropress® lässt sich der Presseninnenraum beliebig gestalten, so auch die Presstischlänge.

Halten unter Kraft – Langsames Fahren unter Kraft

Mit der Antriebslösung einer synchropress® ist es möglich, die Kraft (bis hin zur Maximalkraft) nahezu unendlich lange zu halten. Auch sind sehr langsame Bewegungen bei voller Presskraft möglich. So können z.B. Haltevorgänge unter großer Kraft realisiert werden, bei denen Setzvorgänge nachgesteuert werden.

Prozessüberwachung

Das “Gehirn” einer synchropress® beruht auf einer PC-Steuerung. Somit sind beliebige zusätzliche Sensoren und Aktoren in den Stanzprozess integrierbar.
Durch Einbinden des Pressen-PCs in das Firmennetzwerk lassen sich nahezu alle Daten aus dem Fertigungsprozess in übergeordnete Systeme übertragen.

Energie-Management-System

Eine Stößelbewegung einer synchropress® ist ein Zusammenspiel zwischen Energiebedarf und Energieüberschuss.
Der Energieüberschuss wird im System gespeichert und für den nächsten Energiebedarf zur Verfügung gestellt. Der eigentliche Energiebedarf reduziert sich auf den Teil, der für den Prozess selbst benötigt wird.

Geringer Verbrauch – Niedrige Energiespitzen

synchropress® zeichnet sich grundsätzlich durch einen geringen Energieverbrauch aus. Darüber hinaus werden die Energiespitzen, die im Prozess ggf. erforderlich sind, systembedingt geglättet. Die Spitzen, mit denen das Versorgungsnetz belastet wird, werden so signifikant reduziert.

Eingeschränkte Stromversorgung

Manchmal steht in einem Betrieb oder einer Abteilung nur eine begrenzte Anschlussleistung zur Verfügung.
In solch einem Fall kann trotzdem eine synchropress® mit hohen Anschlussleistungen betrieben werden. Hierzu wird die maximale Stromaufnahme der synchropress® auf den Wert gedrosselt, der vom Betrieb zur Verfügung gestellt werden kann. Dies kann dann zur Folge haben, dass die maximale Presskraft nur noch bei etwas niedrigeren Geschwindigkeiten zur Verfügung steht.

Kein Öl

Das Schmiersystem einer synchropress® funktioniert ohne Öl. Die Schmierung der Spindeln ist Ölfrei und komplett gekapselt. Die Führung des Pressenstößels basiert ebenfalls auf einem Ölfreien System.

Geringe Geräusche - Emissionen

synchropress® gilt durch ihren rein elektrischen Antrieb als sehr geräuscharm. Auch die Geräuschemissionen durch die in der Presse stattfindenden Prozesse sind durch den starren Aufbau der Presse stark minimiert.

Sehr geringer Wartungsaufwand

In der Regel wird für eine synchropress® ein Wartungsvertrag mit unseren Kunden abgeschlossen. Das bedeutet dann, dass für den Betreiber der synchropress® keinerlei Wartungsaufwand mehr erforderlich ist. Die Wartungsintervalle werden den Nutzungsbedingungen angepasst.

Drücker oder Ziehen – Beides ist möglich

Durch den Spindelantrieb ist es bei synchropress® grundsätzlich möglich, die Kräfte nicht nur in Schließrichtung aufzubringen, sondern auch in die andere Richtung. So kann nahezu die volle Presskraft auch als Zugkraft von der Presse geleistet werden.
Das ermöglicht für manchen Anwender völlig neue Prozesse.